29 Aug

Anorexie und Bulimie – Essstörung mit fatalen Folgen

Bei einer Anorexie handelt es sich um eine Erkrankung, bei der das Verlangen nach Nahrung verringert wird und letztendlich ganz zum Erliegen kommt. Im Gegensatz dazu essen Bulimie Kranke oftmals während der Heißhungerattacken große Mengen an Lebensmitteln, versuchen dann jedoch im Anschluss durch das Erbrechen, sich der aufgenommenen Kalorien wieder zu entledigen. In beiden Fällen handelt es sich um eine Essstörung, die dringend einer ärztlichen Beobachtung und Betreuung bedarf, da sie sonst schnell lebensbedrohlich werden kann.

Der eigene Körper aus der Sicht des Betrachters

Wer an einer Anorexie erkrankt ist, leidet an einer falschen Wahrnehmung seines Körpers. Auch wenn die Proportionen und der BMI als normal eingestuft werden können, sehen sie nur überall Speckrollen. Die Patienten finden sich unattraktiv und zu dick. Die Krankheit beginnt schleichend und wird für Freunde und Familienmitglieder meist erst sichtbar, wenn es schon fast zu spät ist. Der Gedanke, abnehmen zu müssen, hat sich bereits so in den Gedanken festgesetzt, dass einfache und sachliche Gespräche sowie Argumente nicht mehr fruchten. Als Ursachen einer Anorexie kommen meist mehrere Faktoren zum Tragen. Einerseits spielt das heutige Schönheitsideal eine ganz entscheidende Rolle, denn immer noch wird schlank gleichgesetzt mit schön. Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein können den Verlockungen der Werbung und Industrie meist gut widerstehen. Kommen jedoch zum Beispiel Konflikte in der Familie dazu oder eine Veranlagung, so kann es schnell zu einer Essstörung kommen. Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Veranlagung zur Anorexie durch eine Störung in der Hirnregion hervorgerufen wird. Eine Therapie sollte ganzheitlich erfolgen und von einem geschulten Personal durchgeführt werden. Denn unbehandelt führt die Essstörung zum sicheren Tod.

Bulimie – der Wechsel von Fressanfällen und Hungerattacken

Die Symptome einer Bulimie sind tagelange Hungerattacken mit anschließenden Fressanfälle und einem zeitnahen absichtlichen Erbrechen. Dazu kommt es immer wieder zum starken Fasten und übermäßigem Sport, der den Körper zusätzlich auszehrt.
Die Folgen dieser Mangelernährung sind fast immer Zahnschäden und eine entzündete Speiseröhre durch das Hochwürgen der Magensäure, Osteoporose und Schäden an Herz und Nieren sowie Gastritis. Die Mangelernährung und Herzrhythmusstörungen führen letztendlich zum Tod.

Eine Behandlung muss von mehreren Seiten angegangen werden und besteht meist aus einer vernunftgemäßen Verhaltenstherapie in Gruppen- und Einzelsitzungen sowie dem Erlernen einer gesunden Ernährungsweise. Da die Patienten in vielen Fällen resistent gegen Ratschläge sind und ihre Essstörung auch über lange Zeit verbergen können, ist eine stationäre Aufnahme in einer Klinik anzuraten. Begleitend werden Antidepressiva verordnet, denn oftmals geht eine Bulimie mit einem geringen Selbstwertgefühl und psychischen Problemen einher.
Bei einer rechtzeitigen Diagnose und Behandlung bestehen gute Chancen, dass die Betroffenen in Zukunft ein fast normales Leben führen können. Die Gefahr eines Rückfalles bleibt jedoch bestehen.

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